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Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Pfarrverbund Lübbecker Land

Die Prävention gegen sexualisierte Gewalt ist integraler Bestandteil der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sowie erwachsenen Schutzbefohlenen. Unter dem Leitwort „Augen auf: hinsehen und schützen“ führt das Erzbistum Paderborn seine Anstrengungen und Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt zusammen.
Präventionsarbeit kann dazu beitragen, die Grundhaltung einer Kultur der Achtsamkeit zu fördern, und deutlich machen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Schutz von jungen Menschen als selbstverständlichen Auftrag in ihrem Tun verstehen.
In der vom Erzbischof erlassenen PRÄVENTIONSORDNUNG wird jeder kirchliche Rechtsträger verpflichtet, ein Institutionelles Schutzkonzept für seinen Zuständigkeitsbereich zu erstellen.
Die Kirchenvorstände des Pfarrverbundes vereinbarten in den vergangenen Wochen die gemeinsame Erstellung dieses Schutzkonzeptes und die Benennung von Frau Doris Heimann als Präventionsfachkraft für den Pfarrverbund.
Am 26.09.2018 fand ein erstes Treffen zur Erstellung eines Institutionellen Schutzkonzeptes zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und schutz- bzw. hilfebedürftige Erwachsene für den Pastoralverbund Lübbecker Land statt.
Der Einladung von Pfarrer Karl-Heinz Graute folgten Mitarbeiter aus dem Pastoralteam und Mitglieder aus allen vier Pfarrgemeinden. Gemeinsam wurde ein Präventionsteam gegründet, welches sich zukünftig regelmäßig treffen wird, um Aspekte der Prävention zu erörtern und ein Institutionelles Schutzkonzept zu erstellen.
Zu Beginn des Prozesses der Konzeptentwicklung steht die Durchführung einer Schutz- und Risikoanalyse unter Beteiligung aller Mitarbeiter und Gruppierungen in den Gemeinden.
Dieses wird beim nächsten Treffen des Präventionsteams am 21.11.2018 um 19:30 Uhr im Pfarrer-Schoder-Haus in Espelkamp fortgeführt. Alle Gemeindemitglieder sind herzlich eingeladen, den weiteren Prozess zu begleiten und an den Treffen teilzunehmen.

Bei Fragen und Anregungen können Sie gerne mit Pfarrer Karl-Heinz Graute und Frau Doris Heimann Kontakt aufnehmen.
(Pfarrverbundbüro 05772/3457 oder info@pv-luebbeckerland.de)

Doris Heimann

(Präventionsbeauftragte im Pastoralverbund Lübbecker Land)

Die Personen auf dem Bild sind von links nach rechts:

V. Gaus, D. Heimann,  Diakon O. Soddemann, A. Segiet; G. Schnabel, B. Nolte, Dr. M. Reifenscheid, Lucja Kuczkowski, G. Bednar und Pfarrer K.-H. Graute. (S. Biermann nicht auf dem Foto)

Gemeindefahrt 2018 mit Ökumene Reisen: In die „Goldene“ Stadt Prag

Vom 10. bis 14.09.2018 machten sich 31 Personen aus unserem Pastoralverbund Lübbecker Land auf den Weg nach Prag, die Hauptstadt Tschechiens. Nachdem alle Mitfahrenden  in den bunten, mit südamerikanischen Motiven gestalteten Bus (konnte nie übersehen werden!) gestiegen waren, brachte uns der Fahrer Michael sicher ans Ziel. Gegen 17.45 Uhr erreichten wir unser Hotel Olympik, wo wir im 15. Stock untergebracht waren. Nach dem Abendessen erschien unsere Reiseleiterin Zuzanna, die uns über den nächsten Tag informierte und wichtige Tipps gab. Während etliche Reisende, von Müdigkeit übermannt, ins Bett fielen, machten einige mit dem ortskundigen Fahrer einen Abstecher in die erleuchtete Innenstadt, worüber sie am nächsten Tag begeistert berichteten. Pfarrer Karl-Heinz Graute und mit Ökumene Reisen plante die Reisen und der Ablauf unter

Am  Dienstag feierten wir in der Kirche Johannes Nepomuk am Felsen in der Prager Neustadt mit Pater Dr. Martin Leitgöb, Pfarrer Graute und Diakon Soddemann die hl. Messe. Anschließend erhielten wir von Pater Leitgöb, der aus Wien stammt, interessante Informationen über die Christen in Tschechien. Von nur 30 % sind 27 % röm.-kath., 1,2 evang., 1 % tschechisch-hussitisch (nach Reformator Johann Hus). Zu den Gottesdiensten kommen Deutsche, die in Prag oder in der Umgebung arbeiten, Familien, wo ein Teil deutscher, österreichischer oder schweizerischer Herkunft ist und Tschechen, die noch deutsche Wurzeln haben. Nächstes Ziel war der wichtigste und bekannteste Platz der Prager Neustadt, der Wenzelsplatz mit einem Denkmal für den Studenten Jan Palach, der sich 1969 aus Protest gegen die russische Diktatur verbrannte. Der Platz bildet das Herz des Einkaufs- und Bankenviertels. Über alles wacht das Reiterstandbild des heiligen Wenzel, des Schutzheiligen Böhmens. In der Lucerna Passage fiel besonders ein Kunstwerk von David Czerny auf: ein von der Decke hängendes totes Pferd, auf dessen Bauch ein Reiter sitzt. Nach einer Cafe-Pause ging es durch den Klostergarten der Franziskaner, einer grünen Oase mitten in der Stadt, für einen kurzen Blick in die Kirche Maria Schnee.  Letztes Ziel war die Betlehem-Kapelle, seit 1415 Nationalheiligtum. Das Gebäude wird von der Hochschule für Veranstaltungen genutzt. Bevor wir zum Hotel zurückkehrten, war noch Zeit für die Karlsbrücke mit ihren 30 Skulpturen,  unter denen auch die des heiligen Märtyrers Johannes Nepomuk. Wir staunten immer wieder, wie viele Schulklassen und asiatische Gruppen unterwegs waren. Trotz des mit 30 Grad, sehr heißen und anstrengenden Tages, zog es abends wieder einige Unermüdliche in das Stadtzentrum, das mit der U-Bahn in 10 Minuten erreicht war.

Am Mittwoch brachte uns der Bus in die Nähe des Mucha-Museums. Hier sind mehr als 80 Werke des Malers und Grafikers Alfons Mucha ausgestellt, der ein gefeierter tschechischer Vertreter des Jugendstils war. Zum Ruhm verhalf ihm die Bekanntschaft mit der Schauspielerin Sarah Bernhardt, die er auf einem Plakat festhielt. Weiter führte uns Zuzanna zum Gemeindehaus  „Obecnidum“, einem prachtvollen Bau im reinsten Jugendstil. Im Cafe Kavarna, das einmal ein Treffpunkt der Prager Intellektuellen war, genossen wir bei Kaffee und Kuchen das wunderschöne Ambiente. Es folgte die Besichtigung des Gemeindehauses mit seinen Sälen und Salons, an deren Errichtung bekannte Bildhauer und Maler (auch Alfons Mucha)mitwirkten. Neben dem Cafe gibt es noch zwei Restaurants im Gebäude. Unser Gang führte uns zum Altstädter Rathaus mit seiner berühmten astronomischen Uhr, die wegen Restaurierung  für den Betrachter wenig sichtbar war. Um 14.30 Uhr feierten wir die hl.Messe in der gotischen Teyn Kirche am Altstädter Ring mit barockem Innenraum. Im Anschluss daran ging es in die Prager Judenstadt Josefov. Hier besichtigten wir die Altneusynagoge, die älteste erhaltene Synagoge Europas. In dem 1270 im frühgotischen Stil errichteten Bauwerk werden noch heute Gottesdienste gefeiert. Unser Weg führte uns vorbei am jüdischen Friedhof in Richtung Moldau. Der Fluss wird auf seinem Weg durch Prag von elf Brücken überspannt. Nach der Hitze des Tages freuten sich alle auf die geplante Schifffahrt. So ergab sich ein neuer Blickwinkel vom Wasser aus auf die wunderschöne Stadt Prag. Unser Fahrer brachte uns wieder wohlbehalten zum Hotel zurück.

Am Donnerstag ging es etwas früher  nach Hradchin, dem Schlossbezirk am linken Moldau-Ufer. Auf dem 45 ha großen Gebiet befinden sich neben der Kathedrale, einer romanischen Basilika drei Burghöfe, Straßen und Gassen, Baudenkmäler und Museen. Die einstige Königsresidenz ist heute Sitz des Präsidenten der Republik. Am Eingang des ersten Burghofs bewachen die beiden „kämpfenden Giganten“ das Burgtor, deren Wachablösung ein farbenprächtiges Schauspiel ist. Die Gebäude des ersten Hofes stammen  vom Wiener Architekten Nikolaus von Pacassi. Im  zweiten Hof beherbergt die Heiligkreuzkapelle den Kirchenschatz der Kathedrale. In der Burggalerie befinden sich die bedeutendsten Werke der europäischen und tschechischen Kunst. Der Veitsdom füllt den dritten Burghof fast aus. Der Bau wurde im Auftrag Karls des IV.  1344 von dem Franzosen Matthieu d’Arras  begonnen und von dem Architekten Peter Parler fortgesetzt. Durch die Hussitenkriege,  einen Brand und Plünderungen konnte der  Veitsdom erst 1929 vollendet werden. Den heutigen  Eingang betritt man an der neugotischen Westfassade. Gleich auf der linken Seite befindet sich ein Jugendstil-Fenster von Alfons Mucha. Zum dritten Hof gehören auch der alte Königspalast, die Georgsbasilika, das Georgskloster und das goldene Gässchen. Im Königspalast befindet sich der Vladislav-Saal, wo früher Reitturniere stattfanden. Im Landtagssaal leisten die Präsidenten bei Amtsantritt ihren Eid. Eine Pause wurde im Cafe‘ des Palais Lobkowicz gemacht, wo es u. a. leckeren Apfelstrudel gab. Durch die Weinberge, mit beeindruckendem Blick auf die Stadt, ging es zum Bus, der uns näher an unser nächstes  Ziel brachte: die Burg Vysehrad mit ihrem ältesten Bauwerk der Martinsrotunde aus dem 11. Jh.  Auf dem Ehrenfriedhof ruhen die Komponisten  Smetana und Dvorak, die Schriftsteller Neruda und Capek und die Maler Mucha und Ales. In der Kirche St. Maria de Victoria des Ordens der unbeschuhten Franziskanerinnen mit dem „Prager Jesulein“, zu dem viele Gläubige pilgern fand unsere letzte heilige Messe in Prag statt. Hier dankte Herr Pfarrer Graute unserer sehr geschätzten, kompetenten Reiseleiterin im Namen aller.  Abends gab es für 21 Mitreisende noch ein Highlight: die Vorstellung in einem Schwarzlicht-Theater. Trotz des etwas kühleren und teilweise regnerischen Wetters war auch dieser Tag ein Erlebnis.

 

Am Freitag gegen 8.00 Uhr starteten wir die Rückreise. Unser Fahrer Michael, der immer wieder Hinweise und Tipps für uns hatte,  brachte uns wohlbehalten zurück ins Lübbecker Land.

Artikel: Christa Lachmann-Meyer / Fotos: Kurt H. Gaus – Irina Kramer

Libori 2018 [PDF]

(28.Juli bis 05 Aug. 2018)

 

Ökumenischer Pfingstgottesdienst

Bei gutem Besuch gab es zum zweiten Mal den ökumenischen Pfingstgottesdienst am 21.5. 2018 in der St. Andreas-Kirche, Lübbecke. Die Predigt hielt Dr. Burkhard Neumann. Das Thema war angelehnt an den Katholikentag in Münster:  „Suche Frieden!“
Mitgewirkt haben: Kantorei, Seniorenkantorei, Posaunenchor.

Pfarrer Karl-Heinz Graute, Superintendent Herr Dr. Uwe Gryczan, Direktor des Möhler-Instituts der Erzd. Paderborn Herr Dr. Burkhard Neumann, Pfarrer Eberhard Helling und Pfarrerin Sabine Heinrich